Feedback geben mit dem BANK Modell

Lisa Holtmeier • 20. Juni 2022

Vielen Menschen fällt er schwer, Feedback zu geben.
“Ich möchte ja niemanden verletzen oder vor den Kopf stoßen” höre ich in diesem Zusammenhang oft.

Damit dir das Geben von Feedback zukünftig etwas leichter fällt, möchte ich dir das BANK Modell vorstellen.

💬 B - Beschreibung der Beobachtung
Was genau hast du beobachtet? Schildere deine Beobachtung anhand einer konkreten Situation. Achte bitte darauf, dass du wirklich nur deine Beobachtung schilderst und nicht das Verhalten oder die Person bewertest. Die Schilderung der Beobachtung macht dein Feedback besser nachvollziehbar.

💬 A - Auswirkungen des Verhaltens
Welche Auswirkungen hat das beobachtete Verhalten? Was macht das Verhalten mit dir? Hier geht es nicht darum, jemanden einen Vorwurf zu machen, sondern verständlich zu machen, warum dir eine Verhaltensänderung so wichtig ist.

💬 N - Neues Verhalten wünschen
Viele sagen an dieser Stelle, was sie sich nicht mehr wünschen z.B. “ich wünsche mir, dass du zukünftig nicht mehr zu spät kommst”. Achte bitte darauf, dass du konkret formulierst, was du dir wünschst z.B. “Ich wünsche mir von dir, dass du ab morgen pünktlich um 08:00 Uhr deine Arbeit beginnst.”

💬 K - Konsequenz (positiv)
Oftmals wird zum Abschluss des Feedbacks mit negativen Konsequenzen bei nicht Einhaltung der Vereinbarung gedroht. Das ist absolut nicht zielführend. Beschreibe stattdessen, welche positive Auswirkungen das “neue” Verhalten hätte. Welche positiven Folgen würden für die Person und andere Beteiligte entstehen? Das schafft Motivation zur Verhaltensänderung.

📆Am 18.08.2022 (17:00-20:00 Uhr) gebe ich eine online Fortbildung zum Thema “gesunde Feedbackgespräche” . Dort lernst du gesunde Feedbackgespräche zu führen und gesund mit Feedback umzugehen, welches du bekommst. Wir bekommen ständig Feedback, ob wir wollen oder nicht, umso wichtiger, dass du es dir nicht ganz so sehr zu Herzen nimmst und in solchen Situation bei dir bleibst. Außerdem lernst du gesund Lob anzunehmen, ohne dein Licht sofort unter den Scheffel zu stellen. Hier erfährst du mehr über die Fortbildung.


🔹️Kanntest du das BANK-Modell?
🔹️Sehen wir uns bei der Fortbildung?

Let´s grow!🌱
Deine Lisa von WORDSEED
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„Du bist einfach großartig.“ Klingt schön. Und trotzdem fühlt es sich manchmal seltsam an. Warum? Weil viele Komplimente nicht verbinden – sondern subtil Druck erzeugen. Am 02.03. ist Welttag des Kompliments. Doch statt mehr Nettigkeiten zu verteilen, lohnt sich eine wichtigere Frage: Was macht ein aufrichtiges Kompliment wirklich gesundheitsförderlich? Als Begründerin der gesunden Kommunikation erlebe ich täglich: Worte wirken. Immer. Und sie wirken biologisch. Was passiert im Gehirn, wenn wir Wertschätzung erleben? Studien aus der Sozial- und Neurowissenschaft zeigen: Soziale Anerkennung aktiviert das Belohnungssystem (Dopamin-Ausschüttung). Wertschätzung senkt Stressmarker wie Cortisol. Zugehörigkeit wirkt als Schutzfaktor gegen psychische Belastung. Positive soziale Rückmeldungen erhöhen Kooperationsbereitschaft. Kurz gesagt: Ein echtes Kompliment ist keine Höflichkeitsgeste. Es ist eine Intervention ins Nervensystem. Menschen brauchen nicht nur Nahrung und Schlaf. Sie brauchen soziale Resonanz. Warum viele Komplimente unbewusst Druck machen „Du bist immer so stark.“ „Du bist perfekt für diese Rolle.“ „Du bist so schön unkompliziert.“ Solche Aussagen klingen wertschätzend – und können trotzdem Stress erzeugen. Warum? Weil sie Identität festschreiben. Unser Nervensystem registriert: Erwartung Bewertung Rollenfixierung Das kann psychologische Sicherheit reduzieren. Gesunde Kommunikation bedeutet deshalb nicht: mehr loben. Sondern bewusster sprechen. Diese Form der wertschätzenden Kommunikation wirkt gesundheitsförderlicher, weil sie vier zentrale Schutzfaktoren stärkt: 1. Psychologische Sicherheit Wenn Menschen nicht bewertet, sondern in ihrer Wirkung gesehen werden, sinkt der innere Druck. Psychologische Sicherheit ist einer der wichtigsten Faktoren für gesunde Teams und stabile Beziehungen. 2. Selbstwirksamkeit Konkrete Rückmeldungen zeigen: „Ich bewirke etwas.“ Selbstwirksamkeit ist ein zentraler Resilienzfaktor und schützt vor Erschöpfung. 3. Soziale Verbundenheit Das Gefühl, gesehen zu werden, aktiviert Bindungssysteme im Gehirn. Verbundenheit reduziert Stressreaktionen und fördert emotionale Stabilität. 4. Identitätsstabilität ohne Rollenfixierung Ich-Botschaften schreiben niemanden fest. Sie lassen Entwicklung zu. Das schafft Freiheit statt Erwartungsdruck. 5 Sätze für ein aufrichtiges Kompliment Hier sind fünf Beispiele für gesundheitsförderliche Komplimente – inspiriert vom 5-Sätze-Freitag: „Ich fühle mich von dir ernst genommen.“ „Ich empfinde unsere Zusammenarbeit als wertschätzend.“ „Deine Art zu denken erweitert meinen Blick.“ „Das Gespräch mit dir hat mir gutgetan.“ „Mich inspiriert, wie ruhig du bleibst, auch wenn es hektisch wird.“ Sie sind: konkret wirkungsorientiert beziehungsstärkend regulierend Komplimente im Beruf: Warum sie Führung verändern Gerade im Business-Kontext wird Wertschätzung oft funktional eingesetzt. Doch gesunde Führung bedeutet: Nicht Motivation erzeugen. Sondern Menschen stabilisieren. Wenn Führungskräfte sagen: „Ich fühle mich durch deine Klarheit gut orientiert“ statt „Du bist eine starke Führungskraft“ … entsteht weniger Leistungsdruck und mehr Vertrauen. Und Vertrauen ist ein Gesundheitsfaktor. Fazit: Worte sind Biochemie Ein aufrichtiges Kompliment ist kein netter Zusatz. Es ist Beziehungsarbeit. Es ist Gesundheitsprävention. Gesunde Kommunikation beginnt dort, wo wir Wirkung bewusst gestalten. Am Welttag des Kompliments können wir uns deshalb fragen: Möchte ich bewerten? Oder verbinden? Nicht größer loben, sondern klarer wahrnehmen. Let’s grow. Deine Lisa von WORDSEED
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