Wie Kommunikation auf den Körper wirken kann

Lisa Holtmeier • 11. Januar 2021

Kommunikation wirkt auf vielfältige Weise auf unseren Körper💬.

Ein paar Beispiele dafür habe ich dir heute mitgebracht.

Kommunikation beeinflusst unser Denken. Wir denken über Gespräche nach. Bei ungesunder Kommunikation kann es zu Kopfschmerzen führen, weil wir uns im wahrsten Sinne des Wortes den Kopf zerbrechen. Wir geraten ins Grübeln und kommen nur schwer zur Ruhe. Aus diesem Grund können dadurch auch Schlafstörungen entstehen.
Gesunde Gespräche können uns beruhigen und zu unserer Entspannung beitragen. Diese Entspannung ist messbar: physiologischer Blutdruck, physiologische Herzfrequenz, tiefe und entspannte Atmung. Hypnose und Meditation kann ebenfalls zu einem entspannten Zustand beitragen und funktioniert auch allein durch Worte. Es handelt sich hierbei um eine besondere Art der Kommunikation.
Das Gegenteil kann leider durch ungesunde Kommunikation der Fall sein. Wir sind gestresst, Hormone wie Cortisol, Adrenalin & Co werden ausgeschüttet, unsere Herzfrequenz steigt, teilweise sogar bis zum Herzrasen. Kommunikation kann dazu beitragen, dass uns die Luft “weg bleibt”, der Blutdruck nach oben schnellt und wir kurzatmig werden. Das ganze System ist richtig gestresst.
Gespräche können uns auf den Magen schlagen. Wir bekommen Bauchschmerzen, Durchfall und bei manchen äußern sich unangenehme Gespräche auch durch Verstopfungen. Andere wiederum haben mit Übelkeit zu kämpfen. “Das Gespräch war zum Kotzen” sind typische Äußerungen nach solchen kommunikativen Interventionen.
Bei der Haut handelt es sich um unser Abgrenzungsorgan. Es gibt Menschen, die über die Haut reagieren, wenn Sie unangenehme Gespräche führen z.B. durch Rotwerden, Ausschlag, Juckreiz usw.
Ebenfalls reagiert unser Immunsystem durch die unterschiedlichen Hormone, die während Gesprächen ausgeschüttet werden. Somit kann gesunde Kommunikation das Immunsystem stärken und ungesunde Kommunikation das System schwächen. Das hat wiederum viele weitere Auswirkungen…

Es ist viel los in unserem Körper, wenn wir miteinander sprechen. Bei den genannten Punkten handelt es sich tatsächlich erst um einen Bruchteil von Auswirkungen. Es ist wahnsinnig spannend, finde ich.

Hör dir am Mittwoch unbedingt die Podcastfolge zum Thema Psychosomatik an!
Ich wünsche dir einen wundervollen Tag.
Deine Lisa von WORDSEED
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„Du bist einfach großartig.“ Klingt schön. Und trotzdem fühlt es sich manchmal seltsam an. Warum? Weil viele Komplimente nicht verbinden – sondern subtil Druck erzeugen. Am 02.03. ist Welttag des Kompliments. Doch statt mehr Nettigkeiten zu verteilen, lohnt sich eine wichtigere Frage: Was macht ein aufrichtiges Kompliment wirklich gesundheitsförderlich? Als Begründerin der gesunden Kommunikation erlebe ich täglich: Worte wirken. Immer. Und sie wirken biologisch. Was passiert im Gehirn, wenn wir Wertschätzung erleben? Studien aus der Sozial- und Neurowissenschaft zeigen: Soziale Anerkennung aktiviert das Belohnungssystem (Dopamin-Ausschüttung). Wertschätzung senkt Stressmarker wie Cortisol. Zugehörigkeit wirkt als Schutzfaktor gegen psychische Belastung. Positive soziale Rückmeldungen erhöhen Kooperationsbereitschaft. Kurz gesagt: Ein echtes Kompliment ist keine Höflichkeitsgeste. Es ist eine Intervention ins Nervensystem. Menschen brauchen nicht nur Nahrung und Schlaf. Sie brauchen soziale Resonanz. Warum viele Komplimente unbewusst Druck machen „Du bist immer so stark.“ „Du bist perfekt für diese Rolle.“ „Du bist so schön unkompliziert.“ Solche Aussagen klingen wertschätzend – und können trotzdem Stress erzeugen. Warum? Weil sie Identität festschreiben. Unser Nervensystem registriert: Erwartung Bewertung Rollenfixierung Das kann psychologische Sicherheit reduzieren. Gesunde Kommunikation bedeutet deshalb nicht: mehr loben. Sondern bewusster sprechen. Diese Form der wertschätzenden Kommunikation wirkt gesundheitsförderlicher, weil sie vier zentrale Schutzfaktoren stärkt: 1. Psychologische Sicherheit Wenn Menschen nicht bewertet, sondern in ihrer Wirkung gesehen werden, sinkt der innere Druck. Psychologische Sicherheit ist einer der wichtigsten Faktoren für gesunde Teams und stabile Beziehungen. 2. Selbstwirksamkeit Konkrete Rückmeldungen zeigen: „Ich bewirke etwas.“ Selbstwirksamkeit ist ein zentraler Resilienzfaktor und schützt vor Erschöpfung. 3. Soziale Verbundenheit Das Gefühl, gesehen zu werden, aktiviert Bindungssysteme im Gehirn. Verbundenheit reduziert Stressreaktionen und fördert emotionale Stabilität. 4. Identitätsstabilität ohne Rollenfixierung Ich-Botschaften schreiben niemanden fest. Sie lassen Entwicklung zu. Das schafft Freiheit statt Erwartungsdruck. 5 Sätze für ein aufrichtiges Kompliment Hier sind fünf Beispiele für gesundheitsförderliche Komplimente – inspiriert vom 5-Sätze-Freitag: „Ich fühle mich von dir ernst genommen.“ „Ich empfinde unsere Zusammenarbeit als wertschätzend.“ „Deine Art zu denken erweitert meinen Blick.“ „Das Gespräch mit dir hat mir gutgetan.“ „Mich inspiriert, wie ruhig du bleibst, auch wenn es hektisch wird.“ Sie sind: konkret wirkungsorientiert beziehungsstärkend regulierend Komplimente im Beruf: Warum sie Führung verändern Gerade im Business-Kontext wird Wertschätzung oft funktional eingesetzt. Doch gesunde Führung bedeutet: Nicht Motivation erzeugen. Sondern Menschen stabilisieren. Wenn Führungskräfte sagen: „Ich fühle mich durch deine Klarheit gut orientiert“ statt „Du bist eine starke Führungskraft“ … entsteht weniger Leistungsdruck und mehr Vertrauen. Und Vertrauen ist ein Gesundheitsfaktor. Fazit: Worte sind Biochemie Ein aufrichtiges Kompliment ist kein netter Zusatz. Es ist Beziehungsarbeit. Es ist Gesundheitsprävention. Gesunde Kommunikation beginnt dort, wo wir Wirkung bewusst gestalten. Am Welttag des Kompliments können wir uns deshalb fragen: Möchte ich bewerten? Oder verbinden? Nicht größer loben, sondern klarer wahrnehmen. Let’s grow. Deine Lisa von WORDSEED
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